Konsumgedanken: Augen auf beim Kleiderkauf

Kennt Ihr das? Ihr geht durch die Läden, schaut hier, schaut dort – geht leeren Händes wieder nach Hause, setzt Euch vor den PC und bestellt im Internet? Ich bin zunehmend enttäuscht von einschlägigen Marken. Die Styles sind unterirdisch, die Farben schwindelerregend und die Qualität schlecht.

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Shirt vom Kölner Ökolabel Armedangels

Mein heutiger Stadtbummel hat mich angesichts der beginnenden Leoprint-Leggings-Saison dazu verführt, diesen Blogpost zu schreiben. Dies ist das erste Mal, dass ich Euch mit meinen Konsumgedanken zum Kleidungskauf behellige, aber Mode ist bei mir mehr und mehr zum Thema geworden. Mein Stil ist nicht das Maß aller Dinge, aber eines sollte er sein: Ich möchte mich in meiner Haut und in dem, was ich darüber trage, wohlfühlen. Ich bin nicht markengeil und lege in den allerallerseltensten Fällen wert auf Labels. Hugo Boss, Chanel, H&M oder Kick? Frankly, my dear, I don’t give a damn.

Ich möchte dadurch auffallen, dass ich nicht auffalle. Ich möchte nicht jeden Trend mitmachen, keine Hosen tragen, die mir bis zur Brust gehen, keine Einteiler, die aussehen wie Strampler, keine bodenlangen Spitzencardigans, die mich an Omas Küchengardinen erinnern. Natürlich gibt es Mädels, denen all das steht und die sich darin wohlfühlen. Aber viel zu oft sehe ich Exemplare, deren Kleidungsstil sich lediglich an der Masse orientiert und die sich sichtlich nicht darin wohlfühlen. Ich möchte kein aktueller Kleidungskatalog sein. Ich mixe Hippie mit edel, Spitze mit rockig und Eleganz mit rebellisch. Irgendwie passt alles zusammen – irgendwie bin das alles ich.

Aber es ist zunehmend schwer geworden für mich, im Laden etwas Schönes zu finden. Hippies, Hipster, Rocker, Punk. Ehemalige Randgruppen sind zum Mainstream geworden. Bandshirts werden nicht mehr aus Ideologie getragen, sondern als Fashion-Icon missbraucht. „The Ramones? Joy Division? Kenn ich nicht, aber das Shirt ist so stylisch.“ Ich persönlich käme niemals auf die Idee, Werbung für etwas zu laufen, was ich nicht kenne. Und dass einige meiner Lieblingsbands zu so etwas verkommen, macht mich richtig traurig. Joey Ramone und Ian Curtis würden sich im Grabe rumdrehen.
Selten finde ich mehrere Teile aus derselben Kollektion, meistens nicht mal ein einziges. Es scheitert nicht am Geld, sondern am Angebot. Ich bin es leid, mir vom Markt diktieren zu lassen, was ich tragen und schön finden soll. Von den menschenunwüdigen Arbeitsbedingungen in den Herstellerländern brauche ich gar nicht erst anzufangen.

Schon seit einigen Jahren habe ich mich arrangiert: Ich kaufe viel Second-Hand. Kauf- und Tauschbörsen wie Kleiderkreisel und ebay sind für mich ein wahrer Segen. Dort finde ich regelmäßig Schätze lange vergangener Kollektionen oder kleinerer Labels. Nicht zum ersten Mal habe ich dort auch selbstgehäkelte Schals oder eigens genähte Oberteile gekauft. Auf Dawanda lassen sich die vielfältigsten Accessoires finden, die nicht nur schön, sondern auch individuell sind.
Kaufe ich aber neue Kleidung, lege ich immer mehr wert auf Qualität. Es ist mir einfach zu teuer geworden, etwas in Läden zu kaufen, was mir nicht hundertprozentig gefällt und nach wenigen Wäschen Form und Farbe verliert. Nachhaltigkeit und Fair Trade tragen auch immer mehr zur Entscheidungsfindung bei. Lieber gebe ich mehr Geld für wenige, aber schöne Kleidungsstücke aus als mich dem Kollektiv zu beugen.

In Zukunft werde ich Keep Calm and Think Green um eine Kategorie erweitern, in der ich das Hauptaugenmerk auf grüne Mode legen werde. Dass es nämlich sowohl schön als auch individuell als auch fair als auch ökologisch geht, haben mir innovative Labels wie Armedangels, People Tree und Komodo gezeigt.

Wo kauft Ihr Eure Kleidung und worauf legt Ihr Wert? Ich bin sehr gespannt auf Euer Feedback, da in meinem Umkreis die Meinungen sehr weit auseinander gehen. 

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25 Gedanken zu “Konsumgedanken: Augen auf beim Kleiderkauf

  1. Das finde ich großartig! Ich setze mich in letzter Zeit auch vermehrt mit dem Thema Mode auseinander. Ich bin kein Fashion-Freak, mein Kleiderschrank ist sehr übersichtlich gefüllt. Aber mir gehts wie dir und ich will mich in der Kleidung, die ich trage, wohl fühlen. Ich habe schon ewig keine Sachen mehr in lokalen Geschäften gekauft, weil mir irgendwie nie etwas gefällt. Seit mindestens 3 Jahren finde ich jegliche Saisonfarben gruselig bzw. stehen sie mir einfach nicht. Und ich möchte auch nicht, dass auf meiner Brust ein Riesenwerbeschriftzug der Marke prangt, für deren T-Shirt ich auch noch Geld bezahlen musste. Nee nee, so nicht.
    Grüne Mode finde ich, ehrlich gesagt, seeeeeeehr teuer. Ich habe gerade erst angefangen Geld zu verdienen und mein Gehalt ist auch nicht unbedingt super hoch. Da tut es schon weh für ein T-Shirt über 50€ oder so hinzulegen. Allerdings finde ich auch Minimalismus eine gute Form von Nachhaltigkeit. Und dabei werde ich auch bleiben. Trotzdem, oder gerade, wenn man wenige Kleidungsstücke hat, sind die irgendwann abgetragen. Dann muss ab und zu was Neues her. Und da bin ich momentan auf der Suche nach guen Quellen. Und da kommt deine neue Kategorie ja geradezu wie gerufen 😉
    Liebe Grüße 🙂

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    • Es freut mich, dass wir da ähnlich ticken! Minimalismus finde ich auch eine sehr gute Form von Nachhaltigkeit. Mein Kleiderschrank ist auch eher bescheiden, ich bin kein Fashionjunkie und Kleidung wird getragen, ob sie gerade „in“ ist oder nicht.
      Dass Grüne Mode oft sehr teuer ist, stimmt leider. Allerdings kaufe ich immer im Sale. Das Shirt von Armedangels, das ich auf dem Bild trage, hat 15 € gekostet und das finde ich echt vertretbar. Ich werde in den nächsten Tagen zu dieser Marke und meiner letzten Ausbeute einen Post online stellen.
      Ansonsten kann ich Dir die Marke Stanley&Stella ans Herz legen. Dort findest Du Basic-Shirts für 10 € und Hoodies für 20 €. Die Farben sind wirklich sehr schön – definitiv schöner als in typischen Modegeschäften.
      Die Idee zu der neuen Kategorie kam mir ganz spontan, aber ich freue mich, dass ich mit Dir schonmal einen interessierte Leserin gefunden habe 😀
      Liebe Grüße!

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      • Ja mit Stanley&Stella hast du recht. Mir sind nur leider die Shirts meist ein bisschen zu kurz. Dafür habe ich meinen Freund schon ganz gut damit eingedeckt 😀
        Ich überlege ernsthaft, ob ich nicht auch endliche mal meine Gedanken zum Thema aufschreiben sollte. Mir geistert das schon lange im Kopf rum, aber irgendwie hab ichs bisher noch nicht gemacht. Ich glaube, ich lasse mich da mal von dir anstecken 🙂

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      • Bei mir geht es mit der Länge zum Glück, ich wüsste nicht, was ich ohne diese günstigen Basics machen würde 🙂
        Je mehr darüber geschrieben wird, desto besser! Ich bin immer gespannt, wie andere denken, wo sie kaufen und aus welchen Gründen sie Grüne Mode schätzen. Austausch ist immer gut 🙂

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  2. Ich kann mit den aktuellen Trends auch nichts anfangen. Die 90er waren mir in den 90ern schon ein Graus; ich verstehe nicht, warum die wiederkommen mussten 😀 Auch die Freude über die steigende Zahl der Primark-Filialen kann ich nicht nachvollziehen. Ich kaufe so gut wie keine Kleider; ich muss nicht den aktuellen Trends hinterherjagen und meine Klamotten scheine ich bisher immer gut gewählt zu haben, denn sie halten über Jahre. Leider gibt’s bei uns keine guten 2nd Läden, das wäre eine echte Alternative. Ansonsten bestelle ich dann notgedrungen, weil man hier auch keine grüne Mode findet. Meinen Freund habe ich inzwischen davon überzeugt liebe bei AA zu bestellen als bei A&F zu kaufen. Die Preise sind ähnlich, die Teile genauso stylish, dafür aber fair und ökologisch „sauber“. Und die Qualität ist auch super; trotz häufigem Waschen und tragen sehen sie noch immer wie beim Kauf aus.
    Daumen hoch für die neue Kategorie!

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    • Hach ja, die 90er… 😀
      Viele gute Second-Hand-Läden kenne ich leider auch nicht, daher weiche ich auf Kauf- und Tauschbörsen im Internet aus, womit ich aber echt zufrieden bin.
      Männer haben es beim ökologischen Kleiderkauf viel einfacher, finde ich. Die Prints sind cool, die Shirts meistens sogar günstiger als bei Damenmode und die Farben „normaler“. Armedangels steht A&F vom Aussehen her in nichts nach – ganz im Gegenteil, auch die Qualität ist, wie Du es beschreibst, viel besser. Und Gratulation an Dich, dass Du Deinen Freund davon überzeugen konntest! 😀
      Danke für Dein Feedback zur geplanten neuen Kategorie!
      Liebe Grüße!

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  3. Ich bin ein riesiger Fan von ArmedAngels! Top Qualität und wirklich schöne Sachen. Ich mag auch Thokkthokk, das ist nur etwas teuer. Ansonsten geh ich nach Möglichkeit auch mal gerne in Secondhand-Läden 🙂

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    • Wie schön, noch ein Armedangels-Fan! 🙂 Thokkthokk hat auch sehr schöne Sachen, allerdings muss ich mir so etwas immer zum Geburtstag oder zu Weihnachten wünschen, weil es meistens über meinem Budget liegt. Aber dafür halten die Sachen auch sehr lange und die Qualität ist beständig! Über das Label werde ich sicher auch noch eine Post schreiben 🙂

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  4. wundervoll! tolles thema! 🙂
    ich kaufe seit einigen Jahren fast nur noch auf kleiderkreisel. (wie heißt du denn dort?)
    In Second-Hand-Läden werde ich selten fündig…
    Aber auf Mädchenflohmärkten!

    Wenn ich mal wirklich neue Sachen kaufen, sollten die bestimmte Kriterien erfüllen, da ist es dann schon echt schwer, ein neues Teil zu bekommen, dass diese erfüllt.
    Früher hatte ich öfter bei Maas und HessNatur eingekauft, das hab ich in letzter Zeit aus studentischen Gründen eher vernachlässigt.
    Ansonsten meide ich die Billig-Ketten, bei dem man schon am Geruch im Laden merkt, da geht gewaltig was schief.

    Bin gespannt auf deine weiteren Beiträge!

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    • Und noch ein Kleiderkreisel-Suchti 😀 Mein Nickname ist da „mrsgallagher“ (übrigens blöd, dass man die Namen im Nachhinein nicht mehr ändern kann…), aber seit der Systemumstellung ist mir das Ganze suspekt und ich kaufe eigentlich nur noch und stelle selten Neues ein.
      Auf einem Mädchenflohmarkt war ich noch nie, nur auf normalen und da war es schon schwer genug, nach anderen Dingen zu schauen; Kleidung habe ich da immer links liegengelassen. Ich sollte wirklich mal auf einen Mädchenflohmarkt oder eine Tauschparty oder ähnliches gehen…
      HessNatur mag ich auch sehr gerne, aber die sind leider auch seeehr teuer, was ich mir als Studentin auch nicht mehr leisten kann. Wenn, dann ergattere ich etwas im Sale oder wünsche es mir. Das Label werde ich auch noch genauer vorstellen!
      Hach ja, der Geruch – und erst recht diese billigen Materialien. Besonders bei Unterwäsche finde ich beides besonders schlimm, so etwas kann ich doch nicht guten Gewissens an meine Haut lassen!? In meinem Kleiderschrank gibt es auch noch einige Oberteile von H&M, Vero Moda etc., die ich aber alle Second-Hand von Kleiderkreisel habe. Zwar sind sie dadurch nachhaltig, aber ich fühle mich inzwischen immer unwohler darin – daher auch die Idee zur neuen Kategorie 🙂
      Liebe Grüße und danke für Deinen tollen Kommentar! Ich finde es total spannend zu sehen, welche Labels Ihr bevorzugt! 🙂

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      • bin dir gleich mal auf KK gefolgt 🙂

        wir haben in unserer uni-stadt eine sehr rege tausch- und secondhand-kultur…da geht das noch ganz gut, wohne aber auch nicht direkt an der Uni, daher ist es für mich teilweise den weg nicht wert… aber es gibt sooo viele möglichkeiten 🙂
        so gehts mir mit den gebrauchten teilen von den kleidungsketten auch, wenn dann jemand das etikett sieht, bin ich ja quasi wie alle anderen auch, ich kann ja keinen stempel draufmachen „das shirt ist gebraucht, ich kaufe nicht bei H&M und Co.“ ^^

        Thema Unterwäsche, es gibt z.B. Comazo, die sind sehr gut oder eben KK, aber dann bitte 100% Neuware ^^

        Bis bald 🙂

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      • Dito 🙂
        Aus welcher Stadt kommt Du denn? Ich wohne in Mainz und hier kann ich mich über Austausch und Second-Hand auch nicht beklagen. Aber entweder bekomme ich so etwas immer zu spät mit oder denke mir dann, dass ich doch lieber im Internet suche als mich durch das Getümmel der realen Welt zu kämpfen 😀
        Tausend Dank für den Tipp mit Comazo! Ich kannte die Seite noch gar nicht und bin total begeistert! Dort gibt es eine ganz große Auswahl an Baumwollunterwäsche – sowas suche ich in der Stadt immer vergebens (außer bei C&A gibt es anscheinend keine 100 % Baumwollunterwäsche…). Und günstig sind sie auch! Ich bin verliebt 🙂
        PS: Du hast eine ganz tolle und liebevoll gestaltete Seite und mit mir einen neuen Follower! Dein Dawanda-Shop ist auch direkt mal als Favorit gespeichert! 😀

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  5. Ich habe meine Basics von The Hemp Age gefunden. Es gibt in jeder Kollektion bezahlbare Shirts, und eine Sweatjacke habe ich auch schon. Hanf bevorzuge ich gegenüber Baumwolle, da es im Anbau Ressourcen schonender ist. Ansonsten ist mein Lieblingsmaterial Lyocell.

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    • The Hemp Age kenne ich zwar, habe davon aber noch nichts. Ich habe sie jetzt nochmal gegoogelt und sie ist auf alle Fälle eine Überlegung wert! Hanf als Kleidungsmaterial gefällt mir auch sehr gut, ich habe einige Shirts daraus und finde sie sehr angenehm zu tragen. Für mich ist das das Material der Zukunft! 🙂

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  6. Pingback: Unter der Lupe: armedangels |

  7. (kann oben nicht mehr antworten)
    @Nessie: Ich komme aus einer Stadt nahe Stuttgart (die von sich behauptet, sehr grün zu sein, was auch teilweise stimmt^^), da ist das eigentlich wirklich leicht, seine Dinge zu vertauschen etc.

    Viielen lieben Dank, das freut mich total! Bin grad in der Bachelorarbeit, daher kommen nicht mehr so häufig Posts auf meinem Blog, aber das wird wieder mehr 🙂

    Liebe Grüße!

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    • Das ist ja super, dass es bei Euch so eine rege Tauschkultur gibt! Wenn man weiß, wo man suchen muss, gibt es so etwas hier in Mainz auch 🙂
      Ich bin auch bald am Bachelor dran und kann Dich gut verstehen, dass dann einfach weniger Zeit fürs Bloggen ist. Viel Erfolg bei der Arbeit!

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  8. Pingback: *Neues aus allen Ecken* am 17.05.2015 und Zuii-Auslosung! | Naturkosmetik und glutenfreie Ernährung

  9. Süßes Shirt!
    Ich kaufe am liebsten im Internet nachhaltige Mode. In meiner Nähe gibt es zwar ein paar Läden aber meistens nervt mich die Überfüllung der Innenstädte dank dem Konsumwahn. Da habe ich gar nicht die Ruhe, sinnvolle Kaufentscheidungen zu treffen :D.
    Ich kaufe übrigens auch oft im Sale, weil ich es mir anders nicht leisten kann. Ist natürlich schön und gut, nur wenn das jeder so machen würde, wäre der Zweck von fairer Mode wahrscheinlich hin. Würde ich schon ausreichend verdienen, würde ich auch gerne den vollen Preis zahlen. Besonders wichtig ist mir die Qualität der Kleidung, leider stellte ich gerade in den letzten Wochen fest, dass einige T-Shirts Löcher bekommen haben. Das ist natürlich nicht besonders nachhaltig, klar kann ich die stopfen, aber das wird dann auch eher ein Shirt für die Freizeit.
    Da ich selber eine Modedesignausbildung mache, muss ich natürlich immer auf dem Laufenden sein, was die neuesten Trends sind oder sein werden, selber kaufe ich aber nur Teile, die für mich auch auf längere Sicht Sinn machen und zu meinem Typ passen. Ich trage zum Beispiel Leo Leggins (von People Tree), das mache ich aber schon seit Jahren und unabhängig von Trends. So gesehen spricht für mich nichts gegen Trends, aber nur wenn man sie typgerecht umsetzt und sinnvoll kauft.
    In den USA gibt es ja momentan den Trend, einfach nur Jeans und weiße T-Shirts zu tragen, also so ziemlich das Gegenteil von individuell. Ich mag es, wenn dem Träger mehr Aufmerksamkeit als der Kleidung zukommt, und das ist leider oft nicht der Fall. Heißt aber für mich nicht, nur in Basic Teilen rumzulaufen. Kleidung sollte den Typ unterstreichen, ihn aber nicht verdecken.

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    • So geht es mir auch, ich kaufe inzwischen zu 90% online, da das Angebot nachhaltiger Mode bei mir in Mainz relativ gering ist.
      Den Gedankengang zum Sale hatte ich auch schon, allerdings tut es für mich als Studentin richtig weh, über 100 € für einen Pulli auszugeben. Das geht schlicht und einfach bei mir gar nicht. Wenn ich später arbeite, sieht das Ganze natürlich anders aus, aber bis dahin bleibt mir hauptsächlich nur der Sale.
      Typgerecht muss meine Kleidung auch sein, denn dann habe ich lange davon und kaufe nicht aus einer Laune heraus. Als Modedesignerin hast Du natürlich auch eine viel engere Beziehung zu Mode und Trends als ich. Schön kombiniert und typgerecht sieht vieles sehr hübsch aus. Aber leider fehlt mir dafür das Händchen und der Wagemut um Neues auszuprobieren – und viele Negativbeispiele, die ich auf der Straße sehe, schrecken ab. Dein letzter Satz gefällt mir so gut! Kleidung sollte tatsächlich den Typ UNTERSTREICHEN, nicht verdecken!
      Liebe Grüße und danke für Deinen ausführlichen Kommentar!

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  10. Pingback: Neues zu entdecken! Blogvorstellungen #4 |

  11. Ich bin durch Fashionqueens Diary auf den Blog gestoßen und habe mir einige Artikel durchgelesen. Sehr interessante Gedanken, die ich zum Großteil genau so unterschreiben kann.
    Die Mainstream Mode schlägt z.zt Farben und Schnitte vor, die mir nicht stehen und die ich nicht mag. Die heutigen Strickjacken gehen alle nicht mehr zu und reichen entweder bis zum Knie oder bis zum Bauchnabel. Wo ist all die Kleidung in meinen Lieblingsfarben hin? Und wo gibt es mal Shirts und Pullis, die etwas länger ausfallen? Wie oft habe ich mir dieses Jahr Sachen bestellt, die ich wieder zurück schicken mussten, weil sie wie ein Sack geschnitten waren oder die Größe total anders ausfiel?
    Das Shoppen macht mir seit längerem keinen Spaß mehr und dieses ständige Umtauschen wegen gephotoshoppten Katalogen und falschen Größenangaben verpestet die Umwelt. Ich kaufe mittlerweile deutlich weniger Kleidung aber dafür Sachen, ich die ich gerne tragen möchte und die meinem Geschmack entsprechen. Es tut zwar weh für ein Shirt 30€ auszugeben, aber wenn es mir richtig zusagt und es gut geschnitten ist, ist es hin und wieder in Ordnung.
    Den ganzen Primark Wahn kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich finde die Sachen weder schön noch gut verarbeitet… und die Preise bereiten mir Kopfschmerzen. Ich will nicht unterstützen, dass Mode zur Wegschmeißware wird.

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    • Liebe Lila,
      vielen herzlichen Dank für Deinen tollen Kommentar! Du sprichst mir aus der Seele mit dem Wegwerfkonsum und den neuen Styles, bei denen sich mir die Fußnägel kräuseln.
      Oft ist weniger mehr: Ich habe lieber weniger Dinge im Schrank hängen. Dafür aber Dinge, die ich mit gutem Gewissen tragen kann und meinem Stil treu bleibe. Mein Stil soll mir nicht von der Modeindustrie vorgeschrieben werden.
      Liebe Grüße!

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